Festgeld Anbieter im Vergleich
Festgelder sind bei vielen Anlegern beliebt wegen der garantierten Zinssätze und einem planbaren Anlagezeitraum. Beim Festgeld legen Sparer ihr Kapital beim Festgeld für einen bestimmten Zeitraum an und erhalten am letzten Tag der Anlagedauer die ermittelten Zinsen.
Festgeld Anbieter im Festgeldkonto Vergleich
Der kürzeste Anlagehorizont liegt meist bei 30 Tagen. Darüber hinaus werden Festgelder auch für 2, 3, 6 oder 12 Monate angeboten. Anleger sollten allerdings beachten, dass über Festgelder nicht vor Ablauf des vereinbarten Anlagehorizontes verfügt werden kann. Ausnahmen werden von den Banken nur sehr selten und oft nur aus Kulanzgründen gemacht. Für die Anleger bedeutet das aber meist, dass bei vorzeitiger Rückzahlung eines Festgeldes auch rückwirkend keine Zinsen gezahlt werden.
Die Höhe der Zinsen
Bei Festgeldern orientiert sich die Höhe der Zinsen zum einen an der Höhe der Einzahlungssumme und zum anderen an der Anlagedauer. Entsprechend der Zinsentwicklung sind die Konditionen für langlaufende Festgelder oft besser und attraktiver, als bei kurzfristigen Festgeldern. Einige Banken zahlen für hohe Kapitalanlagen meist noch bessere Zinsen. Bei Festgeldern, die bei klassischen Filialbanken abgeschlossen werden, können Kunden auch versuchen, über die Zinsen zu verhandeln und mit dem Berater Sonderkonditionen in Form eines Zinsaufschlags vereinbaren.
Festgeldanbieter im Internet
Festgelder gehören zum Standardangebot fast aller Banken. Durch das einfache Handling bei Kontoeröffnung und Kontoführung sind Festgeldkonten bei Banken und bei Kunden sehr beliebt. Die höchsten Konditionen finden Anleger oft bei Direkt- bzw. Internetbanken. Die Kontoanträge können online oder telefonisch eröffnet werden. Anleger müssen die Mindesteinlage beachten, deren Höhe bei den einzelnen Banken sehr unterschiedlich ist. Die Bandbreite der Mindesteinlage reicht von 1 Euro, über 500 Euro oder 2.500 Euro bis hin zu 10.000 Euro. Eine Unterschreitung der Mindesteinlage ist nicht möglich.
Zu den Anbietern von Festgeldanlagen im kurzfristigen Bereich gehören unter anderem die
Credit Europe Bank
- Festgeldanlage ab 2.500 Euro
- Laufzeiten zwischen 3 und 120 Monaten
- bis zu 4,5 Prozent Zinsen
- Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro
Targo Bank
- Anlage ab 2.500 Euro
- Laufzeiten zwischen 1 und 72 Monate
- bis zu 3,25 Prozent Zinsen
- Einlagensicherung bis zu 207 Millionen Euro
Volkswagen Bank
- Anlage ab 2.500 Euro
- bis zu 2,75 Prozent Zinsen
- Laufzeiten zwischen 12 und 120 Monate
- Einlagensicherung bis zu 1,12 Mrd. Euro
Mercedes Benz Bank
- Festgeld ab 2.500 Euro
- bis zu 3 Prozent Zinsen
- Laufzeiten zwischen 3 und 72 Monaten
- Einlagensicherung bis zu 283 Mio. Euro
ING DiBa
- ab 10.000 Euro
- Laufzeit: 6 oder 12 Monate
- bis zu 1,9 Prozent Zinsen
- Einlagensicherung bis zu 1,18 Mrd. Euro
1822direkt
- ab 5.000 Euro
- Laufzeit zwischen 3 und 60 Monaten
- bis zu 1,9 Prozent Zinsen
- Einlagensicherung unbegrenzt
Tipps und Vorteile für Sparer
1. Regelmäßig Zinsen vergleichen
Die Zinsen für Festgelder sind zwar Festzinsen und gelten im gesamten Anlagezeitraum. Die Zinsentwicklung und der allgemeine Wettbewerb sorgen aber für sich ständig verändernde Zinsen. Deshalb sollten Anleger kurz vor Ablauf der Festgeldanlage im Internet wieder die aktuellen Festgeldzinsen vergleichen und dann zur Bank mit den besten Konditionen wechseln.
2. Automatisch prolongieren
Viele Banken bieten als Serviceleistung die Prolongation, also die Verlängerung des Festgeldes nach Ablauf der Anlagedauer an. Erteilt der Anleger keine andere Weisung, legt die Bank das Festgeld erneut für den gleichen Zeitraum an. Dann allerdings gilt der aktuelle Zinssatz vom ersten Tag der Neuanlage. Eine neue Weisung können Kunden meist bis ein oder zwei Tage vor Ablauf erteilen.
3. Zinsen auf dem Festgeldkonto belassen
Bei den meisten Banken können Kunden wählen, ob die Zinsen am Laufzeitende auf ein frei wählbares Referenz-Girokonto überwiesen werden oder direkt auf das Festgeldkonto. Bei einer Verlängerung des Festgeldes zusammen mit den Zinsen genießen Anleger durch den Zinseszinseffekt den Vorteil einer leicht höheren Rendite.
4. Festgeldkonten zum “Geldparken”
Aufgrund der höheren Mindesteinlage als beim Tagesgeld, eignen sich Festgeldkonten zum Parken von größeren Summen, zum Beispiel beim bevorstehenden Kauf eines Autos oder einer neuen Küche. Wenn der spätere Zeitpunkt des Bezahlens schon feststeht, kann die Anlagedauer des Festgeldes entsprechend des Termins gewählt werden, an dem das Geld wieder zur Verfügung stehen soll.
5. Neukundenangebote nutzen
Einige Banken zahlen neuen Kunden teilweise einen besseren Zinssatz. Anleger sollten deshalb immer gezielt nach besonderen Neukundenangeboten suchen.
6. Keine Kontoführungsgebühren
Damit die Zinsen nicht von möglichen Gebühren “aufgefressen” werden, sollten Festgeldkonten immer ohne zusätzliche Kontoführungsgebühren angeboten werden. Dazu zählt beispielsweise der kostenlose Onlineabruf von Kontoauszügen oder die Zusendung von Kontoauszügen ohne Porto- und Versandgebühren. Ein Blick in das Preisverzeichnis gibt Auskunft, ob versteckte Gebühren anfallen und wenn ja, in welcher Höhe.
Die Steuer bei Festgeldzinsen
Die Zinsen aus einer Festgeldanlage unterliegen der Abgeltungssteuer. Mit der Zinsauszahlung werden von den Zinsen 25 Prozent Abgeltungssteuer und der 5,5-prozentige Solidaritätszuschlag einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Bei kirchensteuerpflichtigen Anlegern hält die Bank auch die entsprechende Kirchensteuer ein.
Den steuerlichen Abzug von den Zinsen können Anleger aber vermeiden, wenn sie der Bank einen entsprechenden Freistellungsauftrag erteilen. Der jährliche Freibetrag liegt bei 801 Euro pro steuerlich veranlagter Person. Ehepaare und gemeinsam veranlagte Sparer können den doppelten Freibetrag bei der Bank angeben und damit insgesamt Zinseinkünfte in Höhe von 1.602 Euro im Jahr mit ihrer Festgeldanlage steuerfrei erzielen.
Sollte das gesamte eigene Jahreseinkommen jedoch unterhalb des Steuerfreibetrags in Höhe von 8.001 Euro (16.002 Euro für Verheiratete) liegen, besteht die Möglichkeit, eine Nichtveranlagungsbescheinigung zu erhalten, mit der daraufhin auch keine Abgeltungssteuer gezahlt werden muss. Weitere Informationen zur Versteuerung der Festgeld Zinsen lassen sich hier finden.
Festgeld als sichere Geldanlage
Anleger, die bei ihrer Geldanlage kein Risiko eingehen wollen, treffen mit einem Festgeld eine sehr gute Wahl. In Deutschland gehören die meisten großen Banken den Einlagensicherungsfonds ihrer Bankengruppe an. Dadurch sind die einzelnen Kundengelder in millionenfacher Höhe abgesichert. Bei Banken, die keinem Sicherungsfonds angehören, greift die gesetzliche Einlagensicherung. Aktuell sind hier Anlagen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Kunde gesichert. Im Krisenfall einer Bank würden Kunden ihre Einlagen bis zu diesem Betrag garantiert zurückerhalten. Ein Währungsrisiko und ein Kursrisiko bestehen bei Festgeldanlagen generell nicht.
Fazit
Festgeld ist eine besonders sichere Möglichkeit der Geldanlage, die dem Anleger den Zinssatz für die gesamte Anlagedauer garantiert. Die möglichen Anlagezeiträume bieten den Sparern größtmögliche Flexibilität, denn sie können die Laufzeit entsprechend der eigenen Ziele und Wünsche wählen.
